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Wohnen

Aktualisierung zur Rubrik Wohnen

 

Das Thema

 

gemeinschaftliches Wohnen auf Mietbasis – auch Mehrgenerationenwohnen –

 

wurde maßgeblich in den Jahren 2016 – 2019 durch die Mitglieder des Seniorenbeirates
 G. Leonhardt, U.Uhlig und Karin Hesse verfolgt.

 

Es wurden Gespräche mit den verschiedenen Abteilungen der Verwaltung der Stadt mit dem Ziel geführt, bei den Investoren für dieses Thema zu werben. Diese Gruppe des Seniorenbeirates nahm auch selbst Kontakt zu Investoren auf. Diese Kontakte führten allerdings nicht zu einem konkreten Bauvorhaben unter diesen Bedingungen. Es schien den Investoren zu teuer, lieber präferierten sie die Möglichkeit, man solle zunächst selbst eine Genossenschaft  gründen usw., was allerdings immer mit erheblichen Eigenkapitalmitteln verbunden war und somit nicht Ziel dieses Gedankens war.

Die Aktivitäten dieser Gruppe des Seniornbeirates mündeten 2018 in der Durchführung eines sog. „Wohntages“, der verschiedenste Player auf dem Gebiet zusammenbrachte.


Die Dokumentation dazu findet sich auch auf der Homepage des Seniorenbeirates bei der Stadt Flensburg.

https://www.flensburg.de/Leben-Soziales/Senioren-innen/index.php?NavID=2306.193.1

 

2019 wurde aufgrund dieser Initiative der Verein „Anders wohnen-anders leben“-Wohnprojekt in Flensburg gegründet.

https://www.wohnprojekt-fl.de/index.php?id=3

 

Dann kam die Pandemie ins Land und sämtliche Kontakte und Vorhaben lagen auf Eis. Die Bautätigkeit wurde fast vollständig eingestellt. Innerhalb des Seniorenbeirates gab es einige Personalwechsel, sodass dieses Thema aufgrund fehlender Personalrecourcen leider nicht weiterverfolgt werden konnte.

Karin Hesse, 23-01-06

 

Wohnen im Alter

Gedanken zum Mehrgenerationen-Wohnen

Unter „Mehrgenerationenwohnen“ verstehen wir gemeinschaftliches Wohnen mehrerer Altersgruppen im Rahmen eines Wohnprojekts. Dr. Josef Bura, Berater vom „Forum gemeinschaftliches Wohnen“ empfiehlt Projektgründern altershomogene Gruppen zu bilden. Er favorisierte die Umsetzung von altersheterogenen Gruppen mit dem Argument: „sonst landet man in einem Altersheim, in das kein jüngerer älterer Mensch einziehen will.“

 

Ziele des Mehrgenerationenwohnens sind u.a.

1. Alte, mittelalte und junge Menschen, die quasi unter einem Dach leben, sind füreinander da und unterstützen sich gegenseitig (Stichworte: Babysitten und Kinder betreuen, Einkaufen und Kochen mit gemeinsamen Mahlzeiten, Ausflüge/Aktionen mit anderen planen und durchführen, Tauschen von Dienstleistungen, z.B. Hilfe am PC gegen Marmelade kochen, usw…).

 

2. Den Mitgliedern des Wohnprojektes steht langfristig spekulationsfreier, sicherer und günstiger Wohnraum zur Verfügung.

 

3. Viele unterschiedliche Eigeninteressen und Stärken kommen zusammen, die sich ergänzen (der eine ist gerne künstlerisch, der andere handwerklich tätig, wieder andere organisieren gerne …). Deshalb ist ein Wohnprojekt eine Gemeinschaft, die sich im Prozess (weiter-) entwickelt und durch das Interesse füreinander wächst und an Kraft gewinnt.

 

4. Wer in einem Mehrgenerationenwohnprojekt aufgenommen werden will, dem wird ein Bekenntnis zu folgenden „Grundeinstellungen“ abverlangt:

  • Interesse an einer verbindlichen Gemeinschaft mit selbstbestimmten Regeln und der Bereitschaft Konflikte zu bearbeiten. (Die Vorstellungen jedes Einzelnen hinsichtlich Nähe und Distanz, Gemeinsamen und Privatem werden respektiert.)

  • Mitgestaltung des Zusammenlebens

  • Gegenseitige Unterstützung und Hilfe im Alltag (soziale Verantwortlichkeit leben)

  • Sich um ökologisch verantwortliche Lebensweise bemühen (z.B. Parkplätze werden beschränkt auf etwa ½ Parkplatz pro Wohneinheit oder weniger und durch gemeinsam genutzte Autos ergänzt)

  • Durch gemeinschaftliches Nutzen oder Ausleihen von Gebrauchsgegenständen (z.B. eine gemeinsame Waschmaschine, einen Trockner, eine Küchenmaschine, einen Rasenmäher, eine Bohrmaschine usw…) Ressourcen sparen und nachhaltiger Leben.

Im Wohnprojekt gibt es voneinander abgeschlossene Wohneinheiten und möglichst ein Teil der Wohnungen mit öffentlichen Mitteln gefördert. Darüber hinaus werden alle Möglichkeiten Zuschüsse und öffentliche Gelder für die Gemeinschaftsflächen zu bekommen, ausgeschöpft.

Ein Wohnprojekt benötigt zumindest einen Gemeinschaftsbereich mit einer Gemeinschaftsküche, je nach Größe des Projektes ein oder zwei Gästezimmer, einen Wasch- und Trockenbereich, eine gemeinsame Werkstatt, ein Gartenhaus bzw. Schuppen für Gartenwerkzeuge, Fahrräder u.a., einen Bibliotheks- und Leseraum …. Je nach Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten ein gemeinsames selbst betriebenes Café oder Bistro, usw….. Die verschiedenen Gemeinschaftsräume und die gemeinsam genutzten und gemeinsam gepflegten Außenanlagen bilden Orte der Begegnung und des Miteinanders, auch im Hinblick auf die übrigen Bewohner des Wohnumfeldes.

Zusammengefasst von Gisela Leonhardt und abgestimmt mit Uschi Uhlig und Karin Hesse

 

Stand: 18.08.2018

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